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Interessen:

Nach dem Abitur und dem Zivildienst war ich selbstständig und habe ohne zunächst große Absichten Soziologie und Philosophie studiert. Ich bin dann aber Irgendwie bei der Philosophie hängen geblieben. In meiner Doktorarbeit "Variationen über ein Thema von Euklid" habe ich versucht ein sehr altes Problem zu lösen:

Wenn ein Biologe sagt, dass Haie lebendgebärend sind, dann meint er die Haie, die durch die Meere unserer Welt schwimmen. Spricht dagegen ein Mathematiker davon, dass es zu zwei Punkten genau eine Gerade gibt, dann sagt er nichts über unsere Welt: Geometrische Linien haben nämlich keine Breite und Punkte keine Größe. Wieso kann die Mathematik aber dennoch auf diese Welt angewendet werden, obwohl sie nicht von ihr handelt?

Gleichzeitig habe ich den Band zur Logik und Mathematikphilosophie aus dem Nachlass von Moritz Schlick für die historisch kritische Gesamtausgabe ediert, kommentiert und eingeleitet. Im Moment arbeite ich an einem weiteren Band mit Schlicks Vorlesungen und Manuskripten zum Begriff und zur Geschichte der Philosophie und bastele an einer zweiten großen Arbeit über die Frage:

"Ti to on?" - Was ist das Seiende?  Dafür untersuche ich Argumente aus der Wissenschaftsgeschichte, in denen jemand versucht zu zeigen, dass es etwas gibt, es existiert oder ist. Darunter sind sehr alte Argumente, wie etwa das Wachsgefäßargument, mit dem man in der Antike begründen wollte, dass es Atome gibt; oder die kosmologischen und ontologischen Gottesbeweise; Descartes' Cogito-Argument; aber auch sehr neue Argumente, wie etwa das für unendliche Mengen; Dunkle Materie oder Higgsbosonen usw. Ich glaube nicht, dass ich die Frage abschließend beantworten kann. Aber es sieht zumindest so aus, als ob es es nur drei Argumenttypen gibt.